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Daniel Maier-Reimer
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Yarlung Tsangpo
Daniel Maier-Reimer
Yarlung Tsangpo, 1997 - 2005

Ausstellung in der Galerie für Landschaftskunst mit Fotos und Material von Daniel Maier-Reimers Reisen zum Yarlung Tsangpo seit 1997.  

 

Eröffnung: Freitag, 8. April 2005 ab 19 Uhr

Dauer der Ausstellung: 09.04. bis 18.06.2005

 

Die Bilder aus der Ausstellung:

(Klicken Sie auf die Bilder, die Sie vergrößern möchten.)

Yarlung Tsangpo 1997

 

Yarlung Tsangpo 2004

 

Text von Dirck Möllmann zur Ausstellung:

Mitunter folgt Daniel Maier-Reimer großen Flüssen in Asien, Nordamerika oder Europa von der Quelle bis zur Mündung oder begleitet ihren Lauf für eine Weile. Nach einem ersten Versuch im Jahr 1997 führte ihn seine jüngste Reise im Herbst 2004 nach China erneut zum Fluss Yarlung Tsangpo. Ein dritter Anlauf ist für 2005 geplant.

 

Die Fotografien der entlegenen Orte, die Maier-Reimer besucht, enthalten kaum signifikante Informationen über die Gegenden, die Länder, die Kulturen oder Menschen, sondern entstehen als Ausdruck des Reisens selbst. Es sind ruhige Bilder, die mit der langsamen Bewegung zu Fuß durch den landschaftlichen Raum korrespondieren. Das Reisen wird zur künstlerischen Methode einer Auffassung von Landschaft, die er in Form eines Selbstgesprächs visualisiert. Dazu gehört die genaue Beobachtung, die Orientierung an topografischen Landmarken, das Tagebuch und die Fotografie.

 

Städtisches und ländliches Leben ist bestimmt von prallgefüllten Arsenalen der Zeichen, Erinnerungen und Verhaltensformen. Reisen hingegen bietet Maier-Reimer die beste Möglichkeit, uneindeutige Orte aufzunehmen – Wasseroberflächen beispielsweise, Lichtungen, Marken oder Grenzen (Hamburger Landesgrenze, 2003, im Hamburger Kunstverein). Die Fotografien entstehen mal aus einer Situation versunkener Betrachtung heraus, mal als unbeholfener Schnappschuss oder als wohlgesetzte Ansicht. Er bevorzugt eine leichte Kleinbildkamera, die den Umständen entsprechend flexibel einsetzbar ist, und überprüft die späteren Reproduktionen penibel auf ihre beeinflussbaren Faktoren wie Farbigkeit, Kontraste, Helligkeit, Korn, Brillanz, Licht und Druckqualität. Unschärfen oder Fehler im Bild können dabei zum positiven Auswahlkriterium werden.

 

Seine Bilder erzählen nicht wie die klassische Landschaftsfotografie von Ereignissen im abbildenden Sinne, sondern Maier-Reimer sucht im Reisen offene, insignifikante Situationen für die Momente der Aufnahme herzustellen, vielleicht vergleichbar der Ungewissheit, die das Reisen so reizvoll macht. Er findet sie in unbestimmten Landstrichen, die er durchquert oder entlang topografischer Besonderheiten, wie zum Beispiel einem Fluss. Über das Gehen wurde gesagt, es sei ein »Raum der Äußerung« (Michel de Certeau) - Maier-Reimer erarbeitet sich im Gehen eine Minimierung der Reize, die für ihn eine Bedingung der Darstellung der komplexen Formen von landschaftlichen Räumen ist.

 

Dirck Möllmann

PDF dieses Texte (50 KB)

PDF der Einladungskarte zur Ausstellung (360 KB)

Artikel zur Ausstellung in der "taz Hamburg" von Christian T. Schön (PDF 45KB)

 

Weiteres:

Weitere Ausstellungen und Projekte von Daniel Maier-Reimer mit der Gflk: Daniel Maier-Reimer

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