Seegeniederung im Ausnahmezustand

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Die Seegeniederung im Ausnahmezustand

mit Carola Deye, Dagmar Falarzik, Florian Hüttner, Fred Jaschner, Till Krause, Daniel Maier-Reimer und Mark Wehrmann


Pfad in der Seegeniederung mit acht Email-Schildern von Carola Deye, Dagmar Falarzik, Florian Hüttner, Fred Jaschner, Till Krause, Daniel Maier-Reimer und Mark Wehrmann.

"Die Seegeniederung im Ausnahmezustand" ist der Beitrag der Galerie für Landschaftskunst für das Projekt "Feldversuche" des Westwendischen Kunstvereins bei Gartow in Niedersachsen.

Für "Feldversuche" (Konzept Roland Nachtigäller und Martin Köttering) wurden neben der Galerie für Landschaftskunst auch die Künstler Bob Braine, Mark Dion, Henrik Hakanson und Sandra Voets eingeladen, in der Niederung der Seege (ein kleiner Zustrom zur Elbe) künstlerische Vorhaben zu realisieren, die das Areal als längerfristige Beobachtungs- und Experimentierfläche auffassen. Eine größere Zahl an Skulpturen (entstanden während zweier Bildhauersymposien des Westwendischen Kunstvereins) sowie ein Biberlehrbfad waren bereits in der Seegeniederung vorhanden.

Die Galerie für Landschaftskunst lud im Rahmen ihres Projektes sieben Landschaftsspezialisten ein, die Seegeniederung zu beobachten und für sie eine ausnahmehafte Wahrnehmungsweise zu formulieren. Der Versuch interdisziplinär vorzugehen, gelang nur teilweise. Aus nicht-künstlerischem Feld konnten Fred Jaschner und Dagmar Falarzik gewonnen werden, die Seegeniederung aus Landstreicher- bzw. aus Ethnologinnensicht zu beleuchten. Einige Landschaftsspezialisten unserer Zeit wie Reinhold Messner, Hamish Fulton oder Al Gore folgten nicht der Einladung nach Gartow. Die übrigen Teilnehmer Carola Deye, Florian Hüttner, Till Krause, Daniel Maier-Reimer und Mark Wehrmann sind Künstler aus dem Kreis der Galerie für Landschaftskunst.

 

Der Biber-Lehrpfad (konzipiert von Stefan Reinsch) durch die Seegeniederung verfolgt bereits den Ansatz, die Landschaft über die Wahrnehmung zu formulieren. Dafür hatte man entlang des Lehrpfades Schilder mit Hinweisen auf die kulturellen und natürlichen Phänomene aufgestellt. Es lag nahe, die Resultate unserer Beobachtungen ebenfalls auf Schilder zu drucken und den bereits vorhandenen Tafeln als zusätzliche Fingerzeige und Vorschläge für die Wahrnehmung der Seegeniederung hinzuzugesellen.

Diese von uns konzipierte Allianz mit dem Biber-Lehrpfad konnte bisher noch nicht umgesetzt werden. Zurzeit steht lediglich das Schild Fred Jaschners. Die folgende Bilderserie zeigt die fiktive Umsetzung unseres Konzeptes.

 

Der Biber-Lehrpfad und "Die Seegeniederung im Ausnahmezustand":

(Klicken Sie auf die Bilder, die Sie vergrößern möchten.)

Beim Westwendischen Kunstverein e.V. ist eine Publikation zu den "Feldversuchen" sowie ein Führer durch die Seegeniederung erhältlich.

Wir danken Herrn Schmitt und der Schilderfabrik Ernst Schmitt (d.i. Email-Schilderfabrik Karl Müller) für die großartige Zusammenarbeit und die Offenheit für Experimente. Dank an Mandy Joane Sheer für die Grafikerarbeiten nach den Wünschen der beteiligten Künstler.

Dank an Monika Müller-Klug, an den Westwendischen Kunstverein und seine Mithelfer sowie an Asta von Oppen, Klaus Pohland und Roland Nachtigäller.

Ein besonderer Dank an Karen Scholz / Werkstatt für Kommunikation und Gestaltung für die schöne Zusammenarbeit an den Publikationen.

 





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