Moritz
Buch, 78 Seiten, 14 x 20,5 x 1,5 cm, 2002/2006
schwarz weiß Tintenstrahldruck
Edition für den Mehrzweckraum der SCHUTE, Auflage 10, Preis 270 €
Roman Schramms Arbeit entstand 2002 während eines Aufenthalts in Barcelona und aus seiner Beschäftigung mit dem Fremden in Verbindung mit Bildern.
Ausgangspunkt war die Idee des subjektiven Bildgedächtnisses am Beispiel Afrika, das sich vor allem durch die Massenmedien festsetzt, geprägt durch Bilder aus Zeitschriften, Büchern und Fernsehsendungen. Mit Afrika, einem Land in dem er noch nie gewesen war, verband Roman Schramm vor allem die Themen Krieg, Hunger und „primitives“ Leben.
Parallel zu der Erfahrung in einem anderen Land zu sein, suchte der Künstler nach anderen Afrikabildern ohne sich um die Informationen zu den Bildern zu kümmern. Er versuchte ein anderes Bildgedächtnis aufzubauen, das in letzter Konsequenz genauso zum Scheitern verurteilt war wie sein bisheriges.
Über die Suche in Bibliotheken und im Internet stellte Roman Schramm ein Bildarchiv auf, das im Buch „Moritz“ zusammengestellt wurde. Besonderheiten, die ihm während der Beschäftigung mit dem Thema auffielen, zeigt er durch Auswahl, Zusammenstellungen, Wiederholungen, Größenunterschiede, Materialität, Druckqualität und Reihenfolge der Bilder auf.